Geballte Trainingseinheiten im Vergleich zum Sport am Wochenende

Mehrmals pro Woche früh morgens eine Laufrunde durch den Park. Mindestens zweimal die Woche abends im Fitnessstudio – eine derart straffe körperliche Aktivität kann nicht jeder durchhalten. Die meisten Personen erreichen ein ideales Pensum Sport fast ebenso schwer wie ihr persönliches Idealgewicht. Wer es die ganze Woche über entweder zu früh/zu kalt/zu dunkel/zu spät oder zu nass für seine Trainingseinheit empfindet, sollte sich auf intensiven Sport am Wochenende fokussieren. Geballte Sporteinheiten sind ebenso gut für Ihren Gesundheitszustand und wirken sich positiv auf Ihre Lebenserwartung aus.

Für Menschen, die bereits als sogenannte Weekend-Warrior, also Wochenend-Kämpfer unterwegs sind, ist dieser Umstand wohl eine positive Nachricht. Bisher war es nicht erwiesen, ob es einen Unterschied zwischen mehrmaliger körperlicher Aktivität in einer Woche und lediglich Wochenendsport gibt. Wissenschaftler der britischen ‚Loughborough University‘ sind dieser Frage unter Beteiligung von über 63.000 Probanden (Frauen und Männer) im Zeitraum von 18 Jahren nachgegangen.

Nur 150 Minuten pro Woche sind ausreichend

Als wichtigstes Kriterium galt, dass sämtliche Teilnehmer pro Woche mindestens 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive körperliche Aktivität (laut WHO Empfehlung) ausübten. Die Studie ergab, dass Probanden, die ihr Sportpensum am Wochenende erfüllten, keinerlei Nachteile haben. Ihre Lebenserwartung war, im Gegensatz zu Sportmuffeln, um 30 Prozent geringer. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen war sogar zu 40 Prozent geringer – Krebserkrankungen gab es 18 Prozent weniger. Mehr hilft anscheinend doch nicht. Es dürfte also viele Menschen motivieren, die lediglich am Wochenende aus zeitlichen Gründen trainieren können.

Ausdauersport und Krafttraining ausgewogen halten

Üben Sie also körperliche Aktivitäten aus, um Ihre Gesundheit zu fördern, können Sie fast nichts falsch machen. Wichtig ist jedoch, dass sich Ausdauersport (aerobe Aktivität) und Krafttraining in einem gesunden Verhältnis zueinander befinden. Beim Ausdauersport handelt es sich um Radfahren, Walken (Nordic Walking) und Laufen oder Schwimmen. Obwohl Pilates und Yoga als sanfte Sportarten gelten, zählen diese doch zum Krafttraining, das Sie auch im Fitnessstudio ausüben können. Ideal ist eine Verteilung von 70 Prozent Ausdauersport und 30 Prozent Krafttraining.

Pilates und Yoga sind für jedes Alter sinnvoll

Für stressgeplagte Menschen sind Sportarten wie Pilates und Yoga besonders interessant, da sich so die Lebensqualität nachweislich verbessern kann. Beide Sportarten sind dafür prädestiniert, gleichermaßen die körperliche Belastbarkeit wie auch Regenerationsfähigkeit deutlich zu erhöhen.

Pilates-Übungen sind in ihrer Ausführung sanft und exzellent auf die Bedürfnisse eines modernen Lebensstils ausgerichtet. Zudem lässt sich Pilates auch von untrainierten sowie älteren Personen ausüben. Joseph Pilates hatte ein großes Ziel, er wollte Körper mit Geist miteinander verbinden und auf diese Weise jedem Menschen ein individuelles Wohlbefinden verschaffen. Die Basis der Übungen liegt darin, dass sich durch langsame und fließende Bewegungen selbst tiefer platzierte Muskeln entspannen und gleichzeitig gestärkt werden. Springen, Hüpfen und Reißen entfällt, sodass Ihre Gelenke geschont werden.

Yoga-Übungen sollten Sie generell durch einen qualifizierten Yogalehrer erlernen. Yoga bietet Ihnen etliche therapeutische wie auch präventive Möglichkeiten. Es unterstützt Sie bei Schlafstörungen sowie bei Rücken- und Herzerkrankungen. Yoga kann zudem diverse Begleiterscheinungen mildern und zu Ihrer schnelleren Regeneration beitragen. Yoga ist somit für gestresste Personen eine effektive Unterstützung, um unter anderem deren mentale Ausgeglichenheit sowie Konzentrationsfähigkeit zu verbessern. Yoga-Übungen werden auch zum Beispiel als Therapie bei Durchblutungsstörungen, chronischen Kopfschmerzen und allgemein nervösen Beschwerden wie Depressionen und Angst erfolgreich eingesetzt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.